Geschichte, Entwicklung

Bei der RAT handelt es sich keinesfalls um eine Trendtherapie. Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannte Dr. Johann Ludwig Schmitt die Bedeutung des Atems. Er erkannte, dass die Atmung nicht nur auf den Gasaustausch reduziert zu betrachten ist, sondern im Zusammenhang mit dem körperlichen und geistigen Befinden steht und dieses wieder spiegelt.  Früh verfasste er im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit Werke wie:

„Das Hohelied vom Atem“ oder „Atem, Haltung, Bewegung“

Das Buch „Atemheilkunst“ zeigt als Gesamtwerk den Stellenwert der Atmung und des Atems im Zusammenhang sämtlicher Körperfunktionen.

Bei der weiteren Entwicklung und methodischen Spezifizierung stand ihm unter anderem Liselotte Brüne als enge Mitarbeiterin  zur Seite.

Nach dem Tode Dr. Schmitt’s (gestorben 1963) führte Liselotte Brüne, als enge Mitarbeiterin und Physiotherapeutin, die Arbeit fort. Ihr gelang es, in jahrzehntelanger Arbeit für die Reflektorische Atemtherapie ein physiotherapeutisches Konzept zu entwickeln und zu etablieren.

Im Jahr 2000 wurde der Verein Reflektorische Atemtherapie e. V. gegründet, um die Therapie weiter zu entwickeln, zu optimieren und stetig den aktuellen medizinischen und physiotherapeutischen Wissensstand zu integrieren.

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„Das Diaphragma muss frei schwingen“

Liselotte Brüne 28.01.1916 – 11.09.2016*

Ein Nachruf
Liselotte Brüne ist tot

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Wir verabschieden uns von der Begründerin der Reflektorischen Atemtherapie. Liselotte Brüne hat die ursprüngliche therapeutische Idee von Herrn Dr. med. Ludwig Schmitt, die er Atemmassage nannte, zu einem physiotherapeutischen Behandlungskonzept weiterentwickelt und als Reflektorische Atemtherapie etabliert. Die RAT ist seit den 1970er Jahren eine anerkannte physiotherapeutische Therapie. Bis zu ihrem 8o. Lebensjahr hat Liselotte Brüne ihre Therapie mit Leidenschaft weitergegeben und auch bis kurz vor Ihrem Tod hat sie sich mit großem Interesse und Offenheit mit der Weiterentwicklung ihrer Therapie beschäftigt. Sie hat sie zu unserer Therapie werden lassen.

Wir nehmen die Aufgabe an, die uns Liselotte Brüne hinterlassen hat und sind uns bewusst, welch große Lehrerin sie immer für uns war.