Methoden & Ziele

Die RAT ist eine bewährte Behandlungsmethode in der physiotherapeutischen  Praxis. Je nach Beschwerden bzw. Erkrankung der Patienten erstellt der Behandler das Behandlungskonzept. Zunächst wählt der/die Therapeut/in die geeigneten Ausgangsstellungen aus, z. B.  Bauchlage, Seitenlage, Rückenlage, Sitz. Die Ausgangsstellung wird immer an die Erfordernisse des Patienten angepasst.

Die Behandlung läuft in der Regel in 3 Schritten ab: 

1. Heiße Kompressen
2. Manuelle Techniken
3. Therapeutische Übungen z. B. Yoga

Die Therapie beginnt in der erforderlichen Ausgangsstellung mit den „Heißen Kompressen“, so dass der/die Patient/in durch den thermischen Reiz den ersten Atemreiz und eine Atemerweiterung erfährt.

Während der weiteren der Behandlung wendet der/die Therapeut/in unterschiedliche manuelle Techniken direkt auf der nackten Haut an.  Mit den manuellen Techniken werden alle Strukturen des Körpers beeinflusst. Durch die spezifische Art des Berührens und des Anfassens setzt der/die Therapeut/in Reize auf die Haut, dem Bindegewebe, mobilisiert dabei gelenkige Verbindungen, dehnt Muskulatur quer und längst des Faserverlaufs und wirkt regulierend auf die Faszien.

Der/die Therapeut/in verfügt über eine Vielzahl von Griff-/Berührungstechniken, die in der Ausatmungsphase – oft mit einleitenden und dehnenden Streichungen – eingesetzt werden. Die Grifftechniken variieren in ihrer Art und Reizstärke je nach Reaktion des Patienten. Die Vorgehensweise und Gestaltung der Behandlung orientiert sich an der Reaktion des Patienten und des Atemverlaufs. Das Spektrum der eingesetzten Grifftechniken reicht von der Streichung bis hin zum Schmerzreiz. Dabei gilt zu beachten, dass zu schwache Reize keine oder nur wenig Reaktionen hervorrufen und zu starke Reize die Reaktionen blockieren. Der/die Therapeut/in beobachtet also aufmerksam die Reaktionen, setzt nach getätigten Reizen Pausen zur Nachatmung und stimmt die nächsten Grifftechniken daraufhin ab. Der/die Therapeut/in entscheidet aufgrund der Reaktionen, ob eine beruhigende oder aktivierende Wirkung indiziert ist. Während der gesamten Arbeit befinden sich Patient und Therapeut in einem ständigen Dialog miteinander.

Durch die therapeutischen Übungen wird der/die Patient/in zur Eigenverantwortung angeleitet. Gemeinsam mit dem Patienten/der Patientin werden die Übungen ausgewählt und durch den Therapeut angeleitet.

Behandlungsziele

Die Behandlungsziele sind vielfältig. Sie werden anhand der Diagnose, der Anamnese und des Befundes festgelegt, z. B.

  • Regulierung des Muskeltonus
  • Aktivierung der Zwerchfellbewegung

Im Verlauf der Behandlung werden die Ziele immer wieder an die Symptome und Bedürfnisse des Patienten angepasst.